Was ist der Unterschied zwischen Tampondruck und Siebdruck?

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren. Dafür wird das Motiv zunächst auf ein Klischee geätzt. Diese Technik ermöglicht die Darstellung auch feinster Linien auf einer kleinen Druckfläche. Die Vertiefungen enthalten die Druckfarbe, die dort vom Tampon abgenommen und schließlich auf die Druckfläche übertragen wird. Der Tampon selbst besteht aus einem Silikonkautschuk, der leicht verformbar ist und die Farbe gut aufnimmt und abgibt, auch auf gebogene bzw. gewölbte Flächen. Mehrfarbige Drucke lassen sich hervorragend realisieren, allerdings ist die Motivgröße auf kleinere Formate beschränkt. Das Sieb beim Siebdruck besteht aus einem Rahmen, in den ein feinmaschiges Gewebe eingespannt wird. Eine Rakel verteilt die Farbe und drückt sie durch die netzartige Struktur. Stellen, die nicht bedruckt werden sollen, werden dabei von einer Schablone verdeckt. Das Verfahren ist gut geeignet für große Motive und bietet eine hohe Farbintensität. Allerdings erfordert es glatte, plane Oberflächen und kann wegen der relativ groben Siebstruktur besonders feine und kleine Motive nur schlecht abbilden.